| Ausgrabungen |
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Kretas Siedlungsgeschichte reicht zurück bis in die Jungsteinzeit (zw. 6000 und 5000 v.Chr.). Dem kunstgeschichtlich und archäologisch Interessierten bieten sich auf Kreta zahlreiche Möglichkeiten, seinen Interessen nachzugehen. Gerade in der fruchtbaren Messara-Ebene haben sich zahlreiche Spuren früherer Kulturen erhalten. Zeugnisse minoischer Kultur: Festos und Agia TriadaSeit etwa 2000 v. Chr. besiedeln Einwanderer wahrscheinlich aus Kleinasien die Insel. Durch Vermischung mit der einheimischen Bevölkerung entsteht eine neue Kultur, die in Anlehnung an die mythologische Gestalt des Königs Minos als minoische Kultur bezeichnet wird, da unbekannt ist, wie diese Menschen sich selbst bezeichneten. Zeugen minoischer Kultur finden sich an zahlreichen Plätzen über die gesamte Insel verstreut. Wichtige Ausgrabungsorte in der Nähe Alithinis sind: Der Palast von Festos (ca. 7km von Alithini entfernt) Beeindruckend die große Freitreppe. Das Ausgrabungsgelände von Agia Triada, Weiter entfernt, aber mit dem Auto in einer guten Stunde erreichbar, und somit einen Tagesausflug wert, liegt der Palast von Knossos, im Norden der Insel. Die Fundstücke aus den Ausgrabungen sind im Archäologischen Nationalmuseum in Heraklion zu ausgestellt. Unser Tipp: Nutzen Sie Ihren "Heimvorteil" und besuchen Sie die Ausgrabaungsgelände in den Morgenstunden. Dann entgehen Sie den Touristenbussen aus den Hotels im Norden, die später am Tag sehr zahlreich anreisen. Gortys - Haupstadt Kretas zur RömerzeitDer Feldherr Quintus Caecilius Metellus unterwarf Kreta im Jahre 67 v. Chr. für Rom. Die Insel wird daraufhin zusammen mit Gebieten auf dem nordafrikanischen Festland zur römischen Provinz. Hauptstadt: Gortis! Der Ort in der fruchtbaren Messara-Ebene wird von den Römern mit Theatern, Thermen, Tempelanlagen und allem, was dazu gehört, ausgebaut. Dabei verbauen sie auch im römischen Theater sehr viel älteres: die sogenannten Gesetzestexte von Gortys (siehe Foto) aus altgriechischer Zeit. Im Ausgrabungsgelände von Gortis sind sie noch heute zu sehen, nur etwa 10 km von Alithini entfernt. In römische Zeit fällt auch der Aufenthalt des Apostels Paulus: als Gefangener auf dem Weg nach Rom wurde er auch auf die Insel Kreta verschlagen, ein Ereignis, auf das die kretische Kirche bis heute ihre Existenz zurückführt. Paulus soll seinen im Neuen Testament erwähnten Mitarbeiter Titus auf der Insel zurückgelassen haben, welcher dann als erster Bischof dieselbe missioniert habe.
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2 km neben Festos gelegen. Die Archäologen rätseln noch immer darüber, in welchem Zusammenhang die beiden Anlagen zueinander stehen.
Die Legende des Ortes Agíi Deka, nahe bei Gortis, erinnert daran, das der römische Staat anfangs dem jungen Christentum gar nicht freundlich gesinnt war. Der Name des Ortes (er bedeutet: die Heiligen Zehn) geht darauf zurück, dass hier zehn Märtyrer ihres Glaubens wegen enthauptet wurden. Ihre angeblichen Gräber sind im Ort zu besichtigen.